3. Dezemberwoche 2018

Sprachlos

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pssssst

W. Kreiner

Spitex I

Der Beitrag von letzter Woche fehlt. Wieso?
Ich hatte meine Sprachlosigkeit noch nicht überwunden. Die Gemeindeversammlung Anfang Dezember war ganz grosses Theater und ein Schulbeispiel von Ignoranz und Artenschutz.
Was war passiert?
Die Stadt Affoltern am Albis hat den Vertrag mit der Spitex gekündigt. Aus heiterem Himmel! So kam es wenigstens bei der Spitex und den Stimmbürgern an, auch bei mir. Kommunikation war noch nie die Stärke des alten Gemeinderates und ist sie offenbar auch nicht des neuen Stadtrates.
Was mich jedoch völlig sprachlos machte, war die Tatsache, dass die üblichen Exponenten der EVP, der SP und der Grünen (also der vereinigten Linken) sich vornehm zurückhielten mit ihren üblichen, scharfen Kommentaren. Die Leute, die sich sonst über jeden Hühnerdreck an der Gemeindeversammlung lautstark ereifern können, waren nicht zu hören!
Weshalb?
Der Hauptverantwortliche, der dafür sorgte, dass es überhaupt so weit kommen konnte, war einer der ihren! Soviel zum Thema Sachpolitik!

Spitex II

Ich sass an dieser denkwürdigen Gemeindeversammlung auf der Empore, weil meine Partnerin nicht stimmberechtigt ist, und diese Nichtstimmbrechtigten eben auf der Empore Platz nehmen mussten. Und schliesslich gingen wir zusammen an die Gemeindeversammlung.
Dass ich dadurch mein Stimmrecht verlor, finde ich nach wie vor bedenklich…
Noch viel bedenklicher fand ich jedoch, was ich auf der Empore mitbekam. Da sassen einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitex. Das ist grundsätzlich lobenswert, schliesslich war die Spitex an diesem Abend ja DAS Thema. Wirklich nachdenklich stimmten mich jedoch die Reaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Unversöhnlichkeit war beinahe körperlich spürbar. Auch das machte mich sprachlos!
Ich kann die Menschen verstehen. Hatte doch der verantwortliche Ressortvorstand das Budget mit dem geplanten Defizit angenommen! Und jetzt wird der Vertrag gekündigt mit der Begründung, man sei nicht mehr bereit, ein Defizit zu übernehmen? Dass das nur schwer bis gar nicht nachzuvollziehen ist, kann ich gut verstehen.
Nicht verstehen könnte ich jedoch, wenn die Spitex im Stile frühkindlichen Verhaltens alles unternehmen würde, um das Projekt der Stadt mit allen Mitteln zu erschweren. Oder steht das Wohl der Pflegebedürftigen nur dann an erster Stelle, wenn man sie selber betreuen darf und der Ertrag dafür in den eigenen Sack fliesst?

Knatsch mit dem Sozialdienst

Der Anzeiger weiss, wie man Stimmung macht. Zumindest für mich wirkt der Bericht über den Knatsch mit dem Sozialdienst eher tendenziös. Wenn Sie Ihrem Gärtner den Auftrag für die Pflege ihres Gartens entziehen und dieser trotzdem weitermacht und Ihnen dafür Rechnung stellt, was machen Sie dann? Und einen neuen Gärtner haben Sie auch engagiert, und der kostet auch. Wie fänden Sie das?
Ebenfalls interessant finde ich, dass KESB-Entscheidungen vom Obergericht umgestossen werden „…wenn die betroffenen Schutzinteressen der betroffenen Person bei der Auflösung des Mandatsverhältnisses verletzt würden“. Was auch immer man sich darunter vorzustellen hat… Im umgekehrten Sinn bedeutet das also, dass der verantwortiche Beistand seine Stelle nicht wechseln darf, ebenso darf er nicht für längere Zeit krank werden und schon gar nicht darf er vor dem Verbeiständeten sterben. All das hätte ja einen Einfluss auf die Betreuung, also auf das Mandatsverhältnis.

1. Dezemberwoche 2018

Chlausmärt II

Im Affoltemer Anzeiger war bei der Berichterstattung zum Chlausmärt folgender Satz zu lesen:

Die Vielfalt der Marktstände an der oberen Bahnhofstrasse bewies auch die Anwesenheit aller massgebenden politischen Parteien.

Das Wort „massgebend“ stimmte mich etwas nachdenklich… Bei meinem Bummel durch den Chlausmärt sah ich die EVP, die EDU, die SP, die Grünliberalen, die SVP.
Kann es sein, dass ausgerechnet die Partei von Alt-Bundesrat Burkhalter die von ihm geäusserte, alte Weisheit einfach ignoriert? Oder ist sie nicht mehr massgebend?

Spitex

Auch bei diesem Thema trifft wohl Didier Burkhalters Aussage durchaus zu!

5. Novemberwoche 2018

Chlausmärt

Einmal mehr war der Chlausmärt von Affoltern am Albis ein voller Erfolg. Allerdings kann ich nur eine Hälfte beurteilen, nämlich den Nachmittag.
Als total unsportlicher Mensch habe ich den ersten Teil mit dem Chlauslauf verpasst. Obwohl gerade der verantwortlich ist, dass der Chlausmärt zu so einem unüblich frühen Zeitpunkt stattfand. Und so soll es angeblich auch bleiben.
Jä nu, gschäch nüt schlimmers!
In den Läden ist die Samichlaus- und Weihnachtszeit ja schon länger ausgebrochen, dann dürfen wir sicher auch unseren Chlausmärt etwas vorziehen… 😉

Gastronomie am Chlausmärt

Auch dieses Mal hat sich gezeigt, dass die Affoltemer Vereine das gesellige Zusammensein durchaus zu pflegen wissen. Auf jeden Fall kam kein Gluscht zu kurz – egal ob süss, sauer, vom Grill oder als geschmolzener Käse – das Angebot war riesig.
Mein persönlicher Favorit ist seit Jahren das sensationelle Schnitzelbrot vom Weingarten-BBQ-Team. Ein kulinarisches Schmankerl, serviert von einem top aufgestellten, freundlichen, herzlichen Team – einfach Spitze! Ganz herzlichen Dank!

Ironie am Chlausmärt

Affoltern am Albis ist ja nicht gerade mit Attraktionen gesegnet. Schon gar nicht mit solchen, die im Frühling, Sommer und Herbst die Leute in unsere Stadt bringen.
Eine der wenigen dieser Attraktionen (neben dem Schwimmbad Stigeli 😉 ) war die Short Game World. Da konnte jedermann nach Herzenslust Golf spielen. Für die weniger Talentierten gab es Fussball-Golf und Frisbee-Golf. Wer das einmal ausprobiert hat, kann bestätigen, dass dabei unterhaltsame und lustige Runden stattfinden konnten.
Die stürmischen Zeiten 2018 (ja, auch beim Wetter gab es solche) brachten die Betreiber aber an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten. Unterstützung gab es auch keine, und so kam es, wie es kommen musste – die Anlage wird geschlossen, die AG liquidiert. 🙁
Ob die EVP am Chlausmärt mit ihrem Kunstrasengolf auf diese verpasste Chance hinweisen wollte? Wohl kaum!

4. Novemberwoche 2018

Schweiz – EU: Ein hochspannender Abend

Der Montagabend im Kasinosaal Affoltern am Albis war ein richtiger Leckerbissen. Es ist einfach herrlich, wenn sich zwei hochintelligente, grundverschiedene Menschen „streiten“.
Und Staatssekretär Roberto Balzaretti, früherer Schweizer Botschafter in Brüssel und jetzt Schweizer Chefunterhändler, sowie Christoph Blocher, Alt-Bundesrat und Unternehmer, sind zwei hochintelligente Menschen. Aber wirklich grundverschieden, auch wenn sie beide doktorierte Juristen sind.
Das Thema ist ja wirklich brisant! Wer immer noch nicht wusste, wie er bei der Selbsbestimmungsinitiative abstimmen soll, der wusste es wohl auch nachher nicht. Beide Seiten hatten gute, einleuchtende Argumente. Da ist es dann die Frage der persönlichen Gewichtung und der Liebe zur Schweiz, was man auf den Stimmzettel schreibt.
Was ich von diesem Abend, der wirklich beeindruckend war, auch noch mitgenommen habe, ist die Bezeichnung „Ausgleichsmassnahmen“!
Das tönt doch gleich viel harmloser als Sanktionen oder Strafmassnahmen… 😉

3. Novemberwoche 2018

Bild geklaut von der Seite saeuligugger.ch 😉

11.11., 11 Uhr 11

Wenn das mit dem Glück vom Tüchtigen stimmt, dann müssen die Säuligugger dieses Jahr besonders tüchtig gewesen sein. Wieso?
Weil genau auf ihr Eröffnungskonzert auf dem Marktplatz das Wetter von Regen auf Sonne wechselte.
Mögen sie dieses Glück weiterhin auf ihrer Seite haben! 🙂