Will ich das?

Fette Schlagzeile heute in den Online-Nachrichten: «Am Ende macht die Schweiz immer das Richtige».

Der Sonntags Blick traf Bidens neuen Mann in Bern. Und der neue Botschafter äusserte sich zum Neustart in Bern, zu einem geplanten Pharma-Abkommen und zum Ukraine-Gipfel im Tessin.

Ich mochte gar nicht mehr weiterlesen – in so wenigen Zeilen so viel Unheil und die glasklare Meinung der USA zur Schweiz -, das reichte mir vollkommen.

Wenn ich aus dem Mund eines US-Regierungsvertreters den Satz höre: «Am Ende macht die Schweiz immer das Richtige», dann kriege ich Hühnerhaut. Viele Leser dieser Nachricht fühlen sich gebauchpinselt über dieses «Lob». Das wichtigste hat der Herr Botschafter jedoch vergessen – nämlich die drei Worte «aus unserer Sicht»!

Hätte er gesagt «Am Ende macht die Schweiz aus unserer Sicht immer das Richtige», dann wäre die Aussage korrekt gewesen, wäre aber vielleicht dem einen oder anderen Leser doch sauer aufgestossen.

Denn es heisst nichts anderes, als dass die Schweiz wohl hin und wieder etwas Anderes hätte tun wollen, sich aber nach einer wohlwollenden «Ermahnung» des Lehrers aus den USA eines «Besseren» besann.

Wer nun meint, dieses «Bessere» sei zugunsten der Schweiz, der unterliegt einem fundamentalen Irrtum. Oder sind Sie der Meinung, der nach wie vor einseitige automatische Informations-«Austausch» sei zu unserem Wohl? Sehr vereinfacht gesagt, wollten die USA einfach einen Konkurrenten von Delaware aus dem Verkehr ziehen. Das ist ihnen hervorragend gelungen, dank der tatkräftigen Mithilfe der damaligen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Und das ist nur eines von vielen Beispielen, aber eines mit sehr grossen Auswirkungen.

Womit wir bei dem Thema «Schweizer Politik(er)» wären. Aufmerksamen Beobachtern des Politikbetriebs in den Kantonen und in Bern ist es kaum entgangen, dass die meisten der aktuellen Politikdarsteller (wieso streift mich hier der Gedanke an die Ukraine – aber nur sehr kurz!) ihre Aufgabe nicht mehr in der Vertretung der Interessen der Kantone und des Bundes sehen. Nein, vielmehr geht es um Selbstdarstellung, Selbstverwirklichung und Streben nach noch mehr Einfluss. Dass das auf dem Rücken und gegen die Interessen der Wähler und Steuerzahler geschieht, interessiert sie offensichtlich nicht.

Die Neutralität der Schweiz und die Schweiz als sicherer Hafen für Finanzen waren die beiden Hauptgründe, die mehr als nur einmal dafür sorgten, dass die Schweiz vor grösseren Krisen und Auseinandersetzungen verschont blieb. Und Gottseidank waren trotz unterschiedlicher Meinungen die Politiker mit Rückgrat in der Überzahl.

Zur Frage ganz am Anfang: Nein, ich will nicht, dass sich die Schweiz weiterhin als «Satelliten-Staat» der USA (und der EU) aufführt. Ich will wieder eine Konzentration auf die eigenen Interessen, auch wenn das bedeutet, hin und wieder schwierige Zeiten durchstehen zu müssen. Aber waren es nicht schon früher die schwierigen Zeiten, die die Innovationskraft der Schweiz stärkten?

Das Schweigen der Lämmer

Immer am Montagabend um 19 Uhr trifft sich ein kleines Grüppchen Unverzagter in Affoltern am Albis bei der Post zu einem Spaziergang. Dabei handelt es sich um einen Querschnitt aus der Bevölkerung. Jüngere, Ältere, Selbständige, Angestellte, Rentner – alle mit den gleichen Anliegen:

nie mehr eine Angstherrschaft wie in den zwei vorhergehenden Jahren,

keine Lockdowns mehr,

keine Impfpflicht,

keine Maskenpflicht mehr,

keine eigenmächtigen Alleingänge und einsamen Entscheide des Bundesrates mehr,

keine Angstverbreitung durch die Medien mehr,

eine neutrale Berichterstattung von SRF,

keine zweifelhaften PCR-Tests mehr,

keine Ausgrenzungen mehr!

Austritt der Schweiz aus der WHO,

keine fremden Vögte,

Volksvertreter, die diese Bezeichnung verdienen

Bis Ende 2021 war die Gruppe noch ziemlich gross, zwanzig bis dreissig – oder manchmal noch mehr – Menschen waren keine Seltenheit. Sie möchten mit ihren Spaziergängen zeigen, dass längst nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz einverstanden sind mit dem Vorgehen der Behörden – von den Lokalbehörden bis zum Bundesrat – in der von den Medien und vom Fernsehen herbeigeschriebenen und -geredeten „Krise“ mit dem Namen Covid-19!

Auch geniessen sie den Austausch mit ähnlich Denkenden und Betroffenen, ohne befürchten zu müssen, dass sie in ihrer Existenz bedroht sind. Es gibt genügend Mitbürgerinnen und Mitbürger, die diese „Unangepassten“ am liebsten auf den Mond schiessen würden, ohne zu hinterfragen, wie sie eigentlich zu dieser Geisteshaltung kamen.

Neu ist dieser Meinungsterror nicht. Bei den Wahlen 2014 in den Gemeinderat fragte ich bekannte KMU-Inhaber, ob sie sich für ein Unterstützungskomitee zur Verfügung stellen würden. Die Antworten haben mich schockiert! Sie würden das eigentlich gerne tun, es sei ihnen jedoch nicht möglich, da sie sonst einen Auftragsrückgang befürchten müssten!

Wo sind wir mit unserer Gesellschaft gelandet, dass die freie Meinungsäusserung umgehend bestraft wird. Mir ist klar, dass ich ein sehr polarisierender Mensch bin. Ich stand und stehe zu dem, was ich sage und denke, und mein Denken hört nicht an der eigenen Nasenspitze auf. Das ist jedoch kein Grund, Leute zu bestrafen, die mich unterstützt hätten. Schon damals verlor der vielbeschworene Mythos der „freien Schweiz“ viel von seinem Glanz.

Dieser Mythos zerbrach endgültig, als die Covid-19-„Krise“ aus dem Hut gezaubert wurde. Im Gleichschritt bemühten sich Medien und Fernsehen, bei der Bevölkerung Angst zu wecken und unablässig weiter zu schüren. Jede anderslautende Meinung führte zum Teil sogar zum Verlust des Arbeitsplatzes. Die Leute entwickelten sich zu Hilfspolizisten, die sich offenbar berechtigt und ermächtigt sahen, unfolgsame Mitmenschen zu massregeln (ich möchte an dieser Stelle nicht auf die dabei herrschende Tonart eingehen) und bei der Polizei anzuzeigen. Eine eigene Meinung zu haben und diese sogar noch zu äussern, grenzte schon beinahe an ein Staatsverbrechen. Das ist leider bis heute nicht viel besser geworden. Als dann die Impfkampagnen anliefen, verschärfte sich dieser bedenkliche Zustand unserer Gesellschaft noch um ein Vielfaches.

Mir ist nicht klar, wann unsere Gesellschaft die Kurve verpasste und diese unglückliche Entwicklung begann. Es muss jedenfalls einige Zeit vor 2014 geschehen sein. Zu einer Zeit, als Minderheitsgruppierungen herausfanden, dass sie nur laut genug schreien mussten, um ihren Willen durchzusetzen (z.B. das Waldsterben in den 80er Jahren). Zum Geschrei gehörten auch Drohungen an die Politiker. Sollten sie die Forderungen dieser Minderheitsgruppierungen nicht erfüllen, so würden sie nicht mehr gewählt. Hätten zu jenem Zeitpunkt die Politiker Rückgrat gezeigt, hätte diese Entwicklung der Gesellschaft vermutlich verhindert werden können.

Politiker mit Rückgrat sind jedoch eine Seltenheit und in den wenigsten Fällen beliebt. Wo das hinführt, sähen wir heute überdeutlich, wenn wir denn hinschauen würden. Doch dieses Hinsehen mit den entsprechenden Konsequenzen findet leider nicht statt.

Deshalb ist unsere Gruppe der Unverzagten klein geworden. Wir haben wieder etwas Bequemlichkeit zurückerhalten. Und damit lässt sich hervorragend über die Tatsache hinwegsehen, dass hinter dem Rücken der Bevölkerung von den Politikern schon wieder fleissig an weiteren Beschränkungen der Freiheit gewerkelt wird.

Noch eine kleine Bemerkung am Rande: bei einem unserer Montagsspaziergänge nahmen wir ein Video auf. Dieses wollte ich hier auf meinen Blog stellen. Wie es sich gehört, fragte ich die Teilnehmer, ob sie mit einer Veröffentlichung einverstanden wären. Ich habe das Video nicht veröffentlicht. Wieso wohl?

Wann findet unsere Gesellschaft wieder aus der Angst und zur Gemeinschaft?

Nachdenklich…

Glaube, was dir gesagt wird, dann bist du ein guter Mensch. Glaubst du nicht, erfinden wir hundert kleine Schritte, dir das Leben unendlich zu erschweren.

Normalerweise schreibe ich selber. Doch dieser Abschiedsbrief einer deutschen Journalistin ist derart eindrücklich, dass es keiner Worte bedarf. Ausser, dass vieles davon durchaus auch auf die Schweiz zutrifft.

Abschiedsbrief

Affoltern im Würgegriff von Thomas Schweizer

Vor einiger Zeit sandte ich folgenden Leserbrief zur Veröffentlichung an den „Affolter Anzeiger“:

„Affoltern im Würgegriff von Thomas Schweizer

Im Anzeiger vom 21. April 2022 beschreibt der grüne «Verkehrsplaner» Thomas Schweizer aus Hedingen, wie man sich früher mit einem Hechtsprung in den Strassengraben vor den Autos in Sicherheit bringen musste. Ich musste bei dieser Vorstellung herzlich lachen, weil das Bild in die Kategorie Märchen und Übertreibungen gehört, also in Schweizers übliches Repertoire.

Im gleichen Beitrag schreibt Schweizer dem Affoltemer Stadtrat vor, wie er die zukünftige Überbauung auf dem AVA-Areal in Sachen verkehrstechnischer Erschliessung zu realisieren habe. Dabei ist das gar nicht nötig. Der Kantonsratskollege und Gesinnungsgenosse von Schweizer, EVP-Präsident Sommer, sorgt zusammen mit dem linksorientierten Stadtrat dafür, dass die grünen Machtgelüste auch folgsam umgesetzt werden.

Wie «realitätsnah» solche Forderungen sind, kann im Leserbrief von Hanspeter Weiss im Anzeiger vom 26. April 2022 nachgelesen werden. Er wirft auch gleich noch einen Blick auf die transparente und einwohnerorientierte Arbeitsweise des Stadtrates.

Einen weiteren Eindruck über den Einfluss des grün-linken Bündnisses erhält man, wenn in der neuen Überbauung «Brauipark» für 280 Bewohner und 100 Beschäftigte über 550 Veloabstellplätze geplant werden! Wann sorgt der Stadtrat dafür, dass der motorisierte Individualverkehr auf den für ihn noch verbleibenden Strassen endlich von Velofahrern unbehelligt verkehren kann?“

Leider hat der Anzeiger dann bei der Veröffentlichung den Titel abgeändert…

Der erwähnte Hanspeter Weiss beschwerte sich darüber, dass in Zwillikon eine Strasse mit einem Fahrverbot belegt wurde, ohne dass mit den betroffenen Anwohnern das Gespräch gesucht wurde, und auch ohne vorgängige Information.

An einer Wahlveranstaltung am 7. Februar war von sämtlichen Mitgliedern des Stadtrates zu hören, dass Information und Transparenz eines ihrer wichtigsten Anliegen sei.

Selten war die Diskrepanz zwischen Worten und Taten so gross. Man könnte jetzt auch darüber spekulieren, dass sich der Stadtrat klar darüber war, dass dieses Fahrverbot auf Widerstand stossen würde. Warum hat er es dennoch realisiert? Weil es von den Grünen so verlangt wurde?

Auszüge aus der Wahlplattform 2019 – 2023 der Grünen:

Wir GRÜNE sind Teil einer globalen Bewegung: Mit den Global Greens und den europäischen Schwesterparteien treiben wir auch den weltweiten Klimaschutz, die Energiewende und eine soziale und solidarische Kreislaufwirtschaft voran.

Die GRÜNEN sind die kompetente und konsequente Umweltpartei. Die GRÜNEN sind aber auch die Partei der liberalen Grundrechte, der sozialen Verantwortung und der Lebensqualität. Die Erfahrung zeigt: Je stärker die GRÜNEN im Parlament sind, desto grüner geben sich auch die anderen Parteien. Wer grün wählt, hat Wirkung.

Wer das selber nachlesen möchte, hier der Link dazu:

https://gruene.ch/kategorie/positionspapier

Wer noch mehr wissen möchte über grüne Ideen, kann sich hier informieren:

https://gruene.ch/kategorie/positionspapier

Und ja, man könnte als Grüner frohlocken über die Werbung, die ich hier mache. Wer die Papiere aufmerksam und mit Sachverstand liest, kann sich vorstellen, wo das hinführt. Die totalitäre Tendenz der Pläne ist unübersehbar. Nicht umsonst wollen die Grünen in die EU. Ihr Ziel ist eine von ihnen beherrschte Schweiz und danach eine von ihnen beherrschte Welt.

Was noch fehlt in ihren Papieren, ist eine Anleitung zum Nähen von Fellkleidern und zum Schnitzen von Keulen!

An dieser Stelle komme ich nicht umhin, den Grünen ein Kompliment auszusprechen: Sie haben die Grün“liberalen“, die Mitte, die FDP und die EVP schon erfolgreich indoktriniert.

Wie soll sich da der Stadtrat von Affoltern am Albis – trotz aller guten Vorsätze – gegen sie wehren können?

Organtransplantation

Okay, „dä Mischt isch garettlet“ haben wir früher gesagt, wenn etwas in die Binsen ging. So, wie zum Beispiel – meiner persönlichen Meinung nach – die Abstimmung am Sonntag über die Organtransplantation.

All denen, die zugestimmt haben, aber eigentlich nicht genau wissen wieso, einfach weil „man“ bei dem Thema solidarisch sein musste, all denen empfehle ich die Lektüre dieses Beitrages von Julia Onken:

https://transition-news.org/abstimmung-uber-das-transplantationsgesetz-ich-muss-auch-der-seelischen

Vielleicht ist es ein Anstoss, sich bei zukünftigen Abstimmungen (solange es sie noch gibt!) im Vorfeld intensiv über das Thema zu informieren.

Populus autem placuit!

Das Volk hat entschieden!

Und wie! Im Kanton Zürich feiern die Linken (Grüne, Rote, Gelbe, Blaue?) einen Sieg in Sachen Umweltschutz. Nun kommt mit dem Art. 102a ein Zusatz in die Kantonsverfassung, der der Regierung freie Hand gibt, zu Gunsten des „Umweltschutzes“ restriktivste Massnahmen zu verfügen. Ein klares Zeichen gegen freie Marktwirtschaft und Wohlstand, für grünen Gesinnungsterrorismus. Falls sich doch noch der oder die Eine oder Andere für das Klima interessiert: es gibt ein ausgezeichnetes Buch „Klimalügner“ von Mathias Bröckers. Es ist – ganz im Gegensatz zu seinem Titel – ein flammender Appell für den Klimaschutz. Nur hat es nichts mit CO2-Profilierung und CO2-Geldschöpfung zu tun. Nein, es konzentriert sich wirklich auf den Klimaschutz. Stichworte: Amazonaswälder, Karpatenwälder, Verschmutzung der Meere, …

Die Annahme der Änderung des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes durfte erwartet werden und war nur Nachvollzug der Praxis.

Die Ablehnung der Elternzeit-Initiative war eine angenehme Überraschung. Die Tendenz in unserer Gesellschaft läuft doch ausgeprägt in Richtung mehr Geld und Freizeit für weniger Einsatz. Hin und wieder habe ich den Eindruck, den meisten Leuten wäre es recht, wenn sie Ende Monat viel Geld für nichts erhalten würden. Und ich fürchte, die Zeiten kommen noch. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung – nämlich wenig Geld für nichts. Damit wäre dann auch das Thema Wohlstandsarmut gelöst, es gäbe dann nur noch Armut. Was unseren linken Freunden entgegenkäme, denn dann wären auch Auto, CO2, Mobilität und Privateigentum kein Ärgernis mehr… Oder vielleicht doch?

Dass das Stimmrechtalter 16 abgelehnt wurde, hatte ich persönlich nicht erwartet! Offenbar gibt es auch in den linken Kreisen (Grüne, Rote, Gelbe, Blaue?) noch Leute, die nicht nach dem Grundsatz „der Zweck heiligt die Mittel“ handeln. Das Mittel wäre in diesem Fall der Missbrauch Jugendlicher mitten in ihrem Entwicklungs- und Reifeprozess für politische Zwecke gewesen. Insofern war es sehr lehrreich, zu sehen, wer sich alles für die JA-Parole eingesetzt hat. Sie waren alle bereit für den Missbrauch!

Die Annahme des Filmgesetzes ist für mich nicht nachvollziehbar. Ausser vielleicht durch die Tatsache, dass wir im Abstimmungsgesetz angelogen wurden! Diese Lüge hätte jedoch keinerlei Auswirkung gehabt, wenn die Schweizer nicht ständig zu faul wären, selber zu denken, sondern sich nach unseren Nachbarstaaten zu richten. Ich bin nun gespannt, was aus der Abstimmunsgbeschwerde des Referendumskomittees wird. Monsieur Berset war jedenfalls in der Arena not amused, als die Schummelei zur Sprache kam.

Die Annahme des Transplationsgesetzes hat mich schockiert. Dazu muss ich vielleicht vorausschicken, dass ich jahre- sogar jahrzehntelang einen Organspenderausweis bei mir trug. Bis ich mich wirklich intensiv mit dem Thema auseinandersetzte. Dann entsorgte ich ihn. Ich erwarte nun, dass das Schweizer Volk auf allen Kanälen ausführlich informiert wird, wie und wo es Widerspruch gegen eine Organentnahme einlegen kann! Nicht überrascht bin ich, wenn das ausbleibt. Denn darauf setzt die Politik ja, dass es möglichst viele Uninformierte gibt, die dann als Organspender dienen. Mit dem Unterschied, dass es nicht ihre Entscheidung war, sondern ihre Nicht-Entscheidung!

Dass die Frontex-Geschichte angenommen wurde, lässt mich deutlich spüren, dass bezüglich dieses Themas zwei Herzen in meiner Brust schlagen. Einerseits wurde damit die SP für ihre äusserst gespaltene Haltung abgestraft, andererseits schielten wir wieder zu unseren Nachbarn, anstatt selber zu denken. Das Vehikel Frontex darf nämlich durchaus hinterfragt werden. Nur bitte nicht mit Hilfe der Mainstreammedien!

Übrigens – die Farbe „Gelb“ steht bei mir für die EVP. Jetzt habe ich nochmal nachgeschaut – die Schrift im gelben Kreis ist blau. Und gelb und blau ergeben…? Eben!

Das Bänklein

In Affoltern am Albis lädt jeweils an der Waldrandecke „Im Aespli“ ein wunderschönes Bänklein zur Rast ein. Der Blick schweift über sanfte, grüne Hügel und Wälder bis in die Berge. Das Bänklein ist für unsere Senioren ein beliebter Platz zum Ausruhen, nachdem sie von allen Seiten eine Steigung bezwingen mussten. Auch ich verweilte da oft und gerne – es war mein Problemlösungsbänklein. 🙂

Und wie auf dem Bild (von Ende Juli 21) zu sehen ist, diente es auch als Lesebänklein. Man hatte also nicht nur etwas für das Herz und die Seele, sondern – zumindest temporär – auch etwas für den Geist.

Am Samstag, 12. Februar 2022, sah es dann so aus wie auf dem Bild: Das Bänklein weg, neue Fundamente gegossen. Ich wunderte mich noch, wieso diese Arbeiten nicht am Montag gemacht werden konnten, dann wäre das Bänklein aufs Wochenende wieder bereit gewesen…

Eine Woche später, am 20. Februar 2022, sah es dann so aus. Alles bereit – fehlte nur noch das Bänklein. Ich weiss noch, dass ich mich wunderte, wieso da noch kein Bänklein stand. Musste das erst noch bestellt werden? Und wieso konnte das alte Bänklein nicht stehen bleiben, bis das neue wirklich verfügbar war? Doch ich war zuversichtlich, dass das neue Bänklein im Laufe der folgenden Woche ganz sicher aufgestellt wird.

Dieser Anblick bot sich mir am 5. März 2022, also ganze zwei Wochen später.

So sah es am 12. März 2022 aus… Das Wetter war hauptsächlich schön. Nach vier Wochen wären sicher schon viele unserer Senioren froh gewesen, sie hätten sich hier wieder ausruhen und ihren Blick über die wunderschöne Landschaft schweifen lassen können.

Ein trister Anblick am 20. März 2022… Immer noch nichts. In der Zwischenzeit war ich sicher, dass Planung in diesem Zusammenhang ein zu grosses Wort war. Auch schlich sich langsam die Idee der Geringschätzung der Bevölkerung durch meine Gedankengänge.

2. April 2022, endlich! Zwar war die Schönwetterperiode definitiv vorbei, dafür hat es jetzt wieder ein Bänkli. Und einen wunderschönen Abfalleimer. Den Lesebank-Aufkleber der Bibliothek kann man auf den Alu-Querstreben nicht mehr anbringen, doch was soll’s, immerhin steht da jetzt wieder ein Bänklein. Nach sage und schreibe sieben Wochen!

Wenn das als Beispiel für die Effizienz unserer Verwaltung dient, dann wird es mir doch angst und bang!

Die Sitzprobe steht noch aus! Resultat wird nachgeliefert.

Wie bitte?

Soeben lese ich im Nebelspalter über eine heute stattfindende Demo in mehreren Schweizer Städten:

„Am Samstag soll in mehreren Schweizer Städten demonstriert werden. Die Allianz «Strike for Future», dazu gehört auch der Klimastreik, ruft zu Kundgebungen auf. Unter dem Motto «Zeit und Wandel» wollen die Organisatoren an den Demonstrationen für eine drastische Reduktion der Arbeitszeiten werben. Im Rahmen dessen fordern die Aktivisten die 24-Stunden-Arbeitswoche. Dabei erhalten die Aktivisten Zuspruch von prominenter Stelle. Die Gewerkschaften haben ihre Unterstützung zugesichert. Doch damit nicht genug: Die Löhne sollen trotz weniger Arbeit gleich hoch bleiben. Dazu heisst es in einem Manifest des Klimastreiks: «Wir fordern eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich für die unteren und mittleren Einkommen.» Die Rechnung der Aktivisten ist dabei einfach: Je weniger Konsum und Produktion, desto kleiner der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoss.“

Um den CO2-Ausstoss mache ich mir weit weniger Sorgen, als um den mangelnden Ausstoss an Intelligenz und Intellekt der Demonstrierenden! Wieso merken sie nicht, dass sie schlicht und einfach missbraucht werden? Willenlose Manipulationsmasse für skrupellose Destabilisierer unseres Landes (aber nicht nur)?

Wenn ich dann daran denke, dass auch noch Wünsche nach einer Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre herumgeistern, packt mich das kalte Entsetzen!

Keine eigene Meinung – wie auch -, das dafür aber lautstark. Und das sind unsere sogenannten Hoffnungsträger…

Angst fressen Seele auf

Ab morgen, 1. April 2022, hebt der Bundesrat die „besondere Lage“ auf. Stefan Millius schreibt dazu im Nebelspalter einen ausgezeichneten Artikel, in dem er die feindlichen Lager dazu auffordert, das Kriegsbeil zu begraben. Der Artikel ist leider hinter einer Bezahlschranke.

Was mir jedoch sehr Eindruck macht und die vergangenen zwei Jahre sowie die aktuelle Zeit auf den Punkt bringt, ist der Kommentar von britta.jacobs:

„Für mich sind die letzten zwei Jahre ein Paradebeispiel in angewandter Psychologie zum Schaden von Individuum und Gesellschaft. Denn:
Angst macht blind und dumm und letzendlich isst Angst die Seele auf und macht aus Menschen Unmenschen.
Denn durch Angst lässt das Denken sich fernsteuern. Angst beherrscht die Wahrnehmung und überlagert jede andere Emotion. Sie sucht sich Bestätigung und widersetzt sich besserem Wissen.
Sie ignoriert Entwicklung und schleichende Prozesse, die im Hintergrund ablaufen – wie auch im Falle Corona und dem, was derzeit die Schlagzeilen beherrscht. Die Förderung der Angst, auch und gerade durch den dröhnenden Einheitsklang der Medien, gibt denjenigen, die um dieses psychologische Phänomen wissen, die Möglichkeit, es für ihre Zwecke zu missbrauchen – gegen die Bevölkerung. So entsteht die zunehmende Neigung zur Gewalt und das Auseinanderbrechen der Gesellschaft, während im Hintergrund Massenüberwachung eingeführt und Rechtsstaatlichkeit sowie individuelle Freiheit abgebaut und die Welt im Sinne und zum Profit einiger weniger umgebaut wird.
Angst, die in diesen zwei Jahren täglich geschürt wurde, löst Panik aus, wo weitaus geringere Gefahr droht. Und gefährlich ist: Die Schlauen wissen das.
Dieses Schema findet bereits wieder Anwendung.“

Quo vadis, Affoltern am Albis

Am 27. März 2022 fand in Affoltern am Albis bei den Stadtratswahlen ein Linksrutsch statt, der wohl nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird. Der amtierende Stadtpräsident verlor sein Amt – nicht sehr überraschend. Die Nachricht der Zürcher Gesundheitsdirektion im Vorfeld der Wahlen, dem Spital Affoltern nur noch einen auf drei Jahre begrenzten Leistungsauftrag zu erteilen, hatte durchaus seine Auswirkungen. Obwohl – eigentlich hätte unter diesem Aspekt, ausser der Finanzvorständin – niemand mehr wiedergewählt werden dürfen. Schliesslich war der Stadtrat Affoltern am Albis für die Schliessung des Spitals.

Die national und auch kantonal eher unbedeutende EVP stellt neu zwei Mitglieder im siebenköpfigen Stadtrat. Davon neu auch die Funktion der Stadtpräsidentin. Die neue Frau im Stadtpräsidium war lange Jahre Verwaltungsangestellte und Finanzverwalterin einer kleinen Gemeinde im Säuliamt und hat keinerlei Exekutiverfahrung.

Die SP hat den Sitz des abtretenden Vorstandes «Soziales und Gesellschaft» verteidigt.

Die amtierende Vorsteherin des Immobilienressorts wurde zwar von den Grünen portiert, absolvierte jedoch ihren Wahlkampf im Schlepptau der SP. Was in der politischen Ausrichtung wohl keinen Unterschied ausmacht.

Der bisherige Vorstand «Bau und Infrastruktur» hat der EVP mit einem unauffälligen Wahlkampf den zweiten Sitz gesichert.

Die erst seit Oktober 2020 im Stadtrat aktive Vorständin «Finanzen» wurde von der GLP portiert und nach einem ebenfalls eher unauffälligen Wahlkampf in ihrem Amt bestätigt.

Das Schulpflegepräsidium, das von Amtes wegen Einsitz im Stadtrat hat, wurde von der bisherigen Amtsinhaberin, SVP, verteidigt.

Und dann ist da noch der Vorstand des Ressorts Sicherheit, FDP, der im Wahlkampf durch zwei Aktionen auffiel. Zum einen durch eine schon beinahe aufdringliche Plakatpräsenz und zum andern durch einen Leserbrief mit einer Wahlempfehlung im Namen der FDP Ortspartei, die davon jedoch nichts wusste.

Angesichts dieses sehr linken und von Frauen dominierten Stadtrates frage ich mich bange: «Quo vadis, Affoltern am Albis?»