3. Juliwoche 2018

Alle Besucher des Stigelis vom letzten Freitag können das bestätigen. Sei es beim Arschbombencontest, dessen Akteure wahre Kunststücke zeigten, oder sei es beim anschliessenden Konzert. Die glücklichen Gesichter waren klar in der Mehrheit!
Ein toller Anlass, ich freue mich auf nächstes Jahr!

2. Juliwoche 2018

Es war einmal eine kleine Stadt. Da taten sich die Proletarierer, die Evangelischen und die Gärtner zusammen, um die Macht zu übernehmen. Hin und wieder erhalten die drei sogar Unterstützung von den Traditionalisten, die sich vor lauter Pflege des Alten jeweils nicht über die Konsequenzen dieser unheiligen Allianz im Klaren sind. Konsequenzen in der Art, dass Altes über Alten zusammenbrechen könnte.

Nun begab es sich, dass eine grosse Mehrheit der Stimmbürger dieser kleinen Stadt befand, es solle geplant werden, dass das Alte durch etwas Neues ersetzt werde, auf dass die Alten wieder altersgerecht umsorgt werden können.

Das erbitterte die Proletarier, die Evangelischen und die Gärtner dermassen, dass sie flugs eine Veranstaltung organisierten, um kundzutun, dass allein sie im Besitze der absoluten Erkenntnis seien, wie das mit den Alten nun anzugehen sei und dass sie keinesfalls willens seien, diesen deutlichen Mehrheitsentscheid mitzutragen.

Dass einzig und allein die beiden Wörter Stimmbürger und Mehrheitsentscheid in dieser kurzen Niederschrift als Verweis dafür dienen mögen, dass die kleine Stadt in einem demokratischen Staat domiziliert sein könnte, darf durchaus zum intensiven Gebrauch des Zerebrums anregen!

Danke!

Gestern war mein letzter Tag als Gemeinderat und Immobilienvorstand der Gemeinde Affoltern am Albis. Seit heute ist Affoltern am Albis eine Stadt und leidet am sogenannten Stadt-Syndrom, auch bekannt als „Verlust der bürgerlichen Mehrheit“…

Die fünf Jahre als Gemeinderat waren eine höchst lehrreiche Zeit. Zu Beginn bekundete ich etwas Mühe mit dem sogenannten „übergeordneten Recht“. Ich bemerkte jedoch bald, dass trotz angeblich engem Spielraum mit Willen und Einsatz durchaus viel bewegt und erreicht werden kann. Ab dann richtete ich meine Aufmerksamkeit vollumfänglich nicht mehr auf die Einschränkungen, sondern auf die Möglichkeiten!

Nochmal, in diesen fünf Jahren lernte ich sehr viel. Ueber Prozesse in Verwaltungen, Unterschiede zur Privatwirtschaft, Konsequenzen unseres demokratischen Systems… Es war eine überaus spannende, abwechslungsreiche , aber auch fordernde Zeit.

Ich danke allen Wählerinnen und Wählern, die mir diese hochinteressante Zeit ermöglichten. Ebenso danke ich allen Wählerinnen und Wählern, die fanden, ich hätte jetzt genug gelernt. Sie hatten recht! Ich geniesse meine neue Freiheit intensiv!

Herzlichen Dank!