4. Aprilwoche 2018

Schon interessant, wer da im Anzeiger über offene Kommunikation spricht… 😉
Aber eben, er kennt die Tatsachen!
Und im übrigen würde ich es als Kompliment empfinden, dass ich als Gemeinderat einer hochverschuldeten Gemeinde als Rappenspalter bezeichnet werde, wenn die Bemerkung aus kompetentem Munde käme (siehe auch offene Kommunikation). 🙂

1. Aprilwoche 2018

In der Politik ist es wie im Fussball – hinter jeder Ecke lauert ein selbsternannter Experte, der es auf jeden Fall besser weiss. Diesen Eindruck erhalte ich jeweils auf den Leserbriefseiten des Affolter Anzeigers.

Das erinnert mich an Mani Matter, den unvergesslichen Schweizer Chansonnier:
«‹Die machen ja doch, was sie wollen.› Dieser Satz zeigt deutlich ein falsches Ideal [der Demokratie]; es geht nämlich davon aus, dass ‹die› (das heisst: die da oben) machen sollten, was wir wollen. Aber das ist ja gar nicht durchführbar. Wir wollen ja nicht alle dasselbe.»

Und genau deshalb ist es wichtig, dass Alle stimmen und wählen. Dann wissen wir immerhin, was die Meisten wollen!

Ausgewogen…? :-)

Ich glaube fast, unsere anti-bürgerlichen Parteien sollten sich einmal mit Konrad Duden unterhalten, was unter „ausgewogen“ gemeinhin verstanden werden könnte…
Ein Wahlzettel, auf dem für sieben Stadtratssitze ausser vier Linken nichts zu finden ist, scheint mir den Begriff „ausgewogen“ ziemlich ad absurdum zu führen. 🙂
Aber immerhin dient es als gutes Beispiel, wie man es auch machen könnte! 😉

Originaltext Kandidatenvorstellung im Affolter Anzeiger

Der Affolter Anzeiger nimmt nur noch Kandidatenvorstellungen mit maximal 1500 Zeichen entgegen… 😐
Das ist der ursprünglich für den Affolter Anzeiger geschriebene Originaltext:

Ich nehme diese Aufgabe gerne wahr!

Seit vier Jahren wirke ich als Immobilienvorstand von Affoltern am Albis. Die Immobilienabteilung zeichnet verantwortlich für die Liegenschaften im Finanz- und Verwaltungvermögen. Liegenschaften im Verwaltungsvermögen braucht die Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben, wie z.B. das Gemeindehaus, den Kasinosaal oder Teile des Mehrzweckgebäudes. Wohnungen oder andere vermietete Immobilien gehören zum Finanzvermögen. Diese Liegenschaften müssen verwaltet und unterhalten werden, damit keine Investitionsstaus entstehen wie beim Schulhaus Butzen oder beim Haus zum Seewadel.

Ein weiterer Teil der Aufgaben der Immobilienabteilung ist der Erwerb von strategisch wichtigen Liegenschaften. Ein Beispiel dafür ist das Haus an der Oberen Bahnhofstrasse 9, welches wir im letzten Jahr von einer Erbengemeinschaft erwerben konnten. Die Betonung liegt auf „strategisch wichtig“. Wir wollen mit unseren Aktivitäten weder als Immobilienhändler aktiv werden, noch solche Unternehmen konkurrieren. Wir erwerben nur Liegenschaften, die für die langfristige Entwicklung von Affoltern am Albis von Bedeutung sein können.

Zu diesem Zweck entwickelten wir unsere Immobilienstrategie. Darin sind auch die oben erwähnten Grundsätze enthalten, sowie weitere für den Erhalt unseres Liegenschaftenbestandes notwendige Richtlinien. Dazu gehört auch ein Inventar aller unserer Immobilien, sowie die Aufnahme des Zustandes der Gebäude mit einem Zeitplan allfällig vorgesehener Unterhaltsarbeiten.

In den letzten vier Jahren wurde auch der Informationsanlass der Immobilienabteilung zu einer festen Institution. Immer am ersten Montag im Februar werden interessierte Affoltemerinnen und Affoltemer über die Aktivitäten der Immobilienabteilung im vergangenen Jahr sowie über die Planung für das neue Jahr informiert. Erfreulicherweise stossen diese Anlässe immer mehr auf Interesse!

Seit Mitte 2016 gehört auch das Haus zum Seewadel in den Aufgabenbereich der Immobilienabteilung. Auch wenn ich diese Aufgabe nicht gesucht habe, so macht sie mir doch immer mehr Freude. Ich lernte das Haus zum Seewadel vor einigen Jahren kennen im Rahmen meiner regelmässigen Besuche von Einwohnerinnen mit meinem ausgebildeten Therapiehund jeweils am Freitagnachmittag. Diese Besuche fielen dann leider der fehlenden Zeit zum Opfer. Umso mehr freue ich mich, im Rahmen meiner Gemeinderatstätigkeit wieder etwas für das Haus zum Seewadel tun zu dürfen!

Die gute bürgerliche Zusammenarbeit im Gemeinderat ist ein weiterer Punkt, warum ich diese Aufgabe sehr gerne wahrnehme. Eine finanziell gesunde, lebenswerte Stadt Affoltern am Albis liegt mir und allen unseren bürgerlichen Gemeinderäten sehr am Herzen. Die grossen finanziellen Belastungen, die in Form eines Neubaus des Pflegeheimes Haus zum Seewadel und in Form der Renovation des Schulhauses Butzen auf uns zukommen, erfordern eine äusserst zielgerichtete Ausgabendisziplin. Dazu leiste ich gerne meinen Beitrag, nicht zuletzt mit einer intelligenten Unterhaltsplanung unserer Immobilien und einem absolut zweckorientierten Einsatz unserer Mittel.

Ich habe weiter oben von der Stadt Affoltern am Albis geschrieben. Vor den Wahlen vor vier Jahren stellte mir eine interessierte Wählerin einige Fragen. Eine meiner Antworten lautete „…Bei all dem müssen wir uns aber vor Augen halten, dass sich Affoltern unaufhaltsam in Richtung Stadt entwickelt und deshalb viele der dörflichen Eigenschaften (mehr Ruhe, wenig Verkehr, jeder kennt jeden) auf der Strecke bleiben. Das ist zwar äusserst bedauerlich, aber eine unvermeidbare Folge der Entwicklung. Insofern ist auch unsere Toleranz gefragt…“ Zu dieser Meinung stehe ich immer noch. Wenn ich eine Entwicklung nicht aufhalten kann, dann ist es besser, sie zu adaptieren und in die Planung einzubeziehen, anstatt immer hinterher reagieren zu müssen. Nur so haben wir die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass sich Affoltern am Albis so entwickelt, dass es weiterhin eine lebenswerte Stadt für seine Einwohner bleibt! Und das war mir bereits als bisheriger Gemeinderat ein grosses Anliegen und wird es als zukünftiger Stadtrat bleiben!