Werbung oder nicht?

stopwerbungGestern erreichte mich ein Anruf einer Affoltemer Einwohnerin. Ich kann mir vorstellen, dass es sich um eine normalerweise nette, freundliche, aufgeschlossene und humorvolle Frau handelt.

Nicht so bei ihrem gestrigen Anruf. In äusserst harscher Tonart – um es einmal gemässigt auszudrücken – wurde ich darauf hingewiesen, dass es eine absolute Charakterlosigkeit sei, den Aufkleber „Stop Werbung“ auf ihrem Briefkasten zu ignorieren. Den Rest des recht einseitigen Gesprächs lasse ich jetzt einmal weg…

Was ist passiert? In den letzten Tagen wurde mein Wahlflyer im A4-Format in Affoltern am Albis verteilt. Solche Wahlpost wird aufgrund einer alten Vereinbaung (siehe Zitat aus dem Tagesanzeiger vom 12.9.2012) in sämtliche Briefkästen verteilt.

So bleibt es vorderhand bei einer unverbindlichen Vereinbarung zwischen Post, privaten Verteilern und Empfängern. Diese lautet seit den frühen 80er-Jahren, dass nur noch politische Werbung, Post von Hilfswerken oder Amtliches in sämtliche Briefkästen gelangen darf.

So leid es mir für die betroffene Frau auch tut – die Zustellfirma hat in diesem Fall nicht unrecht gehandelt. Ich weiss, dass das nicht immer der Fall ist. Wenn die Frau jetzt aber jeden anruft, dessen Wahlwerbung in ihrem Briefkasten landet, dann hat sie bis Ende Monat noch recht viel zu tun. Ich wünsche ihr deshalb von Herzen mehr Gelassenheit und Frieden!

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