3. Novemberwoche 2017

Und ich war immer der Meinung, dass sich ein Journalist im Klaren ist über die Wirkung eines Wortes, egal, ob geschrieben oder gesprochen… Es wirkt wie ein abgeschossener Pfeil, der kann auch nicht mehr zurückgenommen werden!
Aber vielleicht gibt es da einen Unterschied zwischen Journalist und „Journalist“…?

Uebrigens – das Zauberwort heisst Recherche! In 30 Sekunden habe ich die gesuchte Telefonnummer… 😉

Ein Stück einer Landkarte…

Vor langer Zeit fand ein Mann in einem fernen Land ein Stück einer Landkarte.
Er war sicher, es müsse sich um eine Schatzkarte handeln, und er war fest entschlossen, den Rest der Landkarte zu finden und den Schatz zu bergen.
Und er suchte und suchte und suchte… Und fand… nichts!
Doch eines Tages kam er auf die Idee, sich das eine Stück genauer anzusehen.
Und siehe da: Da war ein Hinweis drauf.
Dieser Hinweis führte ihn zu einem weiteren Stück der Karte.
Und dieses Stück enthielt einen Hinweis auf das dritte Stück.
Und so immer weiter,bis er die ganze Karte beisammen hatte.
Und es mag noch nicht einmal so wichtig sein zu wissen, dass er den Schatz auf seinem eigenen Grundstück geborgen hat.
Wichtiger ist es wohl, zu wissen, was dieser Mann gelernt hat:

Nämlich, dass man nicht immer die ganze Landkarte braucht, um loszumarschieren!

4. Januarwoche 2017

Was hat jetzt das Eine mit dem Andern zu tun?
Nun ja, Goethe hat schon recht mit dem Gesetz und der Freiheit – er konnte sich  damals vielleicht nicht vorstellen, dass man mit dem Gesetz auch eine heillose Ueberregulierung anrichten kann. Eine Ueberregulierung, in der vernünftige Ansätze keine Chance haben!

Es werden z.B. viele Sozialpädagogen gebraucht für „schwer erziehbare“ Kinder in Heimen. Wie wäre es, wenn in deren Elternhaus Ordnung geschaffen und, wo nötig, die Eltern therapiert werden, anstatt an den Kindern „herumzuschrauben“?
Oder wenn Eltern aufhören würden, das Gefühl zu haben, sie müssten sich alles leisten und darob die Kinder vernachlässigen?
Dann gäbe es vielleicht weniger rebellierende Kinder, weniger Problemfamilien, weniger Sozialfälle und weniger Rufe nach dem Sozialstaat…

Ich weiss, das ist sehr vereinfachend, aber als Wegweiser in eine „richtige“ Gesellschaft durchaus einer Ueberlegung wert. Es würde aber auch bedeuten, den Horizont zu erweitern und die angewandten Methoden zu hinterfragen!