Spital Affoltern am Albis

Die Luft ist raus…

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Spital Affoltern hat die Intensivstation verlassen und liegt auf der Palliativ-Station. Aber…

Stellen Sie sich vor, Sie wären das Spital Affoltern. Ursprünglich gesund und munter. Zugegeben, nicht wirklich kräftig, aber doch recht vital. Und mit guten Ideen! Dann wurde ohne viel Fachwissen und recht planlos an Ihnen herumgedoktert. Die beste Medizin (eine rechtzeitige, sinnvolle Revision der Zweckverbands-Statuten) wurde Ihnen konsequent verweigert. Als festgestellt wurde, dass Ihnen diese Kurpfuscherei nicht bekam, verlegte man Sie allerdings nicht in die Intensivstation mit erfahrenen Aerzten. Nein, man band Ihnen wider besseren Wissens (schon damals war die Trennung Spital/Langzeitpflege ein Thema) noch einen massiven Klotz ans Bein (total überdimensioniertes Verpflegungszentrum). Dies in der nicht nachvollziehbaren Hoffnung, das würde zu Ihrer Besserung beitragen. Falsch gehofft! Danach verlegte man Sie auf die Intensivstation und füllte Sie mit einer stattlichen Anzahl teurer und sehr teurer Infusionen ab (wenig hinterfragte Investitionen, teure Berater). Irgendwann wurde die Aussichtslosigkeit dieser Bemühungen eingesehen, und Sie wurden in die Palliativ-Care-Villa verlegt. Da Sie dort jedoch nicht schnell genug starben, wurden Sie wieder zurückverlegt, entweder wieder in das Spital, ins Pflegeheim oder nach Hause. Sie zog es nach Hause, wo sie still und leise und in Würde von dieser Welt gehen wollten. Still und leise und in Würde?

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