Spital Affoltern am Albis 2

Ein eigenes Spital stellt die medizinische Versorgung sicher, gerade auch angesichts des zunehmenden Hausärztemangels

Spitalbroschüre

Immer wieder wird auf den Hausärztemangel verwiesen. Dass sich immer mehr Jungmediziner dazu entschliessen, sich zu spezialisieren statt Allgemeinmediziner zu werden, könnte auch dem Spital angelastet werden. Das wäre dann ebenso weit hergeholt wie die Behauptung, das Spital könne den Hausärztemangel aufhalten.
Noch vor kurzem war an den Spital-Delegiertenversammlungen von der Betriebskommision und der Spitalleitung jeweils ein grosses Heulen und Zähneklappern zu vernehmen, weil das Spital ganz offensichtlich von den Hausärzten im Bezirk boykottiert werde. Die Belegungszahlen belegten es klar.
Und heute? Da setzen sich die Hausärzte vehement für das Spital ein. Mit der Begründung „ohne Spital keine Hausärzte“! Schon immer war das wirkungsvollste Argument vor Wahlen und Abstimmungen die Angst. Und schon immer hat sie sich im Nachhinein als unbegründet erwiesen. Vielleicht wäre es interessant, die wirkliche Motivation hinter dem aktuellen Engagement der Hausärzte zu erfahren?

Dank ihm können die immer häufiger werdenden ambulanten Behandlungen in der Nähe des Wohnorts erfolgen.

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Braucht es wirklich ein Spital für die vielen Bobos, die von Hausärzten, Ambulatorien, einer Permanence oder einem Aerztehaus mindestens genau so gut und günstiger behandelt werden könnten? Ganz abgesehen davon, dass die Ambulatorien und Notfall-Aufnahmen effizient entlastet werden könnten, wenn sie nicht wegen jedem Mückenstich aufgesucht würden. Das hätte auch den positiven Nebeneffekt, dass die wirklich Behandlungsbedürftigen nicht so lange warten müssten.

Zudem schafft das Spital Arbeitsplätze und Lehrstellen (Lehrspital des Universitätsspitals für Medizinstudenten), …

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Das Spital schafft keine Arbeitsplätze. Es bietet allenfalls welche an. Um welche zu schaffen, müsste es wachsen. Und die Sache von der Arbeitsplatzgarantie hat sich schon vor langer Zeit als Traum erwiesen. Das wissen ganz viele Einwohner unseres Bezirks aus eigener Erfahrung.

…  es vergibt Aufträge an KMU, …

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Das ist ein Argument. Da wäre es interessant zu erfahren, welche KMU aus dem Bezirk in den letzten Jahren in welchem Umfang Aufträge vom Spital erhielten!

Ist das unsere Identität?

… und es macht für viele den Charakter des Knonauer Amts mit aus.

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Sind wir tatsächlich ein derart morbider Bezirk, dass das Spital den Charakter des Knonauer Amts ausmacht? Da offenbaren sich bei näherem Hinschauen weitere Themen: Was macht unseren Bezirk attraktiv? Wo liegen unsere Stärken? Wie erschliessen wir ihn touristisch? Wie machen wir den Bezirk für Junge attraktiv?
Die ganze Energie, die jetzt in die Erhaltung des todkranken Spitals fliesst, wäre hier besser investiert. Da würden Arbeitsplätze geschaffen und Aufträge generiert für KMUs. Für was genau haben wir eine Standort-Förderung?

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