Ende von „Thema der Woche“

Vielen, herzlichen Dank!

Danke an alle aufmerksamen Leserinnen und Leser und an alle, die meinen Blog abonniert haben! Ganz herzlichen Dank!

Die Zeit der wöchentlichen Beiträge ist vorbei. Warum?

Ich bin nicht mehr so aktiv eingebunden in die Zukunft dieser jungen Stadt und wunderschönen Ortschaft. Einige werden jetzt sagen, das sei ich ja schon seit Mitte 2018 nicht mehr. Stimmt! Aber jeder Ablöseprozess braucht seine Zeit, und die habe ich mir genommen.

Vor einer Woche sass ich vor meinem PC und wollte ein „Thema der Woche“ schreiben. Da stellte ich mit Schrecken fest, dass sämtliche Themen, die mir in den Sinn kamen, nichts mit einem positiven Jahresanfang zu tun hatten. Aber eigentlich stimmt das so auch wieder nicht – ich hätte mich ausgiebig über die Qualität unserer dreifach verglasten Fenster auslassen können. Nur kann ich mir vorstellen, dass das niemanden interessiert hätte. Auch nicht im Zusammenhang mit der Tatsache, dass ebendiese Fenster dafür sorgten, dass wir von der Knallerei über den Jahreswechsel ziemlich verschont blieben. Auch unsere Katze und unser Hund blieben völlig gelassen. Da spielte es dann keine Rolle, dass offenbar auch noch die Restbestände des letzten 1. August in die Luft gingen. War ja auch Zeit, dass diese gefährlichen Lagerbestände endlich entsorgt werden konnten! 😉

Hinzu kam, dass es Zeiten gab in dieser schönen Stadt, wo einfach wirklich nichts Erwähnenswertes geschah. Wer nun meint, das sei langweilig, mag ja vielleicht recht haben. Dabei ist gerade Langeweile eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich wieder einmal auf sich selbst zu besinnen. Gut, ich kann mir vorstellen, dass es nicht Wenige gibt, die das aus gutem Grund tunlichst vermeiden. Dabei kann auch aus einer Wüste etwas Gutes entstehen…!

Zu guter Letzt kam bei mir immer mehr der Wunsch auf, nur noch dann etwas zu schreiben, wenn ich auch wirklich Lust dazu habe. Und das kann durchaus auch mehrmals in der Woche der Fall sein, aber vielleicht auch mal länger nicht.

Darum wird die Rubrik „Thema der Woche“ stillgelegt. Als kleiner Ausgleich dazu wird die Rubrik „Beiträge“ neu belebt! Erstens gebe ich gerne hin und wieder meinen Senf ab zu einem Thema, und zweitens bedanke ich mich so bei meinen Lesern, die meinen Blog schätzen. Dass es die gibt, habe ich nicht so sehr an den Zugriffszahlen gesehen. Die waren nett, aber nicht berauschend. Nein, gerade als ich mich entschloss, das „Thema der Woche“ Vergangenheit werden zu lassen, erhielt ich ein paar persönliche Zuschriften. Darin bedankten sich Leser für meine Web-Seite und meine Beiträge! Zum ersten Mal seit fünf Jahren! Wie heisst es so schön? Gut Ding will Weile haben!
Das freut mich! Das freut mich wirklich sehr!

Das bestärkt mich darin, auch in Zukunft nicht nur die Faust im Sack zu machen oder meine Freude völlig egoistisch nur für mich alleine zu geniessen. In beiden Fällen werde ich auch weiterhin „die Welt“ daran teilhaben lassen, ob sie nun will oder nicht… Und diejenigen, die wollen, können sich weiterhin auf und über meine Beiträge freuen! 🙂

Danke!

1. Januarwoche 2019

Rückblick auf das Jahr 2018

2018 ist bald vorbei. Es war ein interessantes, spannendes und intensives Jahr. Im ersten halben Jahr waren aus meiner Sicht drei Ereignisse besonders eindrücklich.

Frühlings-Gemeindeversammlung

Das erste war die Gemeindeversammlung im Frühling. Auf dem Programm stand auch der Antrag für einen Projektierungskredit für einen Neubau des Alters- und Pflegeheimes Seewadel. Der Antrag wurde gegen den erbitterten Widerstand der SP, der SVP, der CVP und der Grünen gutgeheissen. Die in Affoltern am Albis in solchen Fällen beliebte Reaktion in Form des Zurückfallens in frühkindliche Verhaltensformen fand dann auch prompt statt, diesmal in Form eines Antrages, über diesen Kredit an der Urne zu entscheiden. Damit ein solcher Antrag angenommen wird, braucht es nur einen Drittel der Stimmen der anwesenden Stimmberechtigten. Eine der wenigen Gelegenheiten, in der eine Minderheit der Mehrheit vielleicht erfolgreich eine lange Nase zeigen kann! Diese Minderheit kam denn auch mit der dafür als absolutes Minimum notwendigen Stimmenzahl zustande.
Bedauerlicherweise nutzten die erwähnten Parteien die Gelegenheit nicht, darüber nachzudenken, ob ihre Politik für den Stimmbürger nachvollziehbar sei.

Behörden-Neuwahlen

Bald darauf folgten die Neuwahlen für die Behörden. Eine ausgezeichnete Gelegenheit für die linke Parteienlandschaft, endlich diesen unbequemen Immobilienvorstand loszuwerden. Eine direkte, ehrliche und sachbezogene Meinungsäusserung ist für diese Leute nach wie vor schlimmer als Pest und Cholera zusammen. Sie spotten lieber darüber, dass eine beliebte FDP-Politikerin immer wie „aus dem Truckli“ daherkomme…
Es reichte diesem trümligen Immo-Vorstand dann tatsächlich nicht zu einer erneuten Wahl.
Die Nicht-Wiederwahl öffnete mir jedoch die Türe für eine neue, herrliche Lebensqualität. In der Folge lernte ich die Schweiz auf eine völlig neue Art intensiv kennen. Die FMS (Föderation der Motorradfahrer der Schweiz) veranstaltet jedes Jahr einen Pässewettbewerb. Dazu sind 100 Pässe und 30 Einwegstrecken zu befahren und fotografisch zu dokumentieren. Wer nun meint, er kenne die Schweiz, wird mit einer Teilnahme an diesem Wettbewerb eines Besseren belehrt! Wir haben den unbezahlbaren Vorzug, in einem wunderschönen Land zu leben!

Urnenabstimmung Projektierungskredit Seewadel

Ganz kurz: Drei Viertel der Stimmenden haben die Vorlage angenommen!
Bedauerlicherweise muss angenommen werden, dass auch dieses Resultat für die zu Beginn erwähnten Parteien wiederum kein Anlass war, ihre Haltung zu überdenken. Wahrscheinlich hat das Volk die Vorlage nicht verstanden…

Affoltern am Albis und die Spitex

Danach kam die Sommerpause, und es geschah längere Zeit nichts mehr Bemerkenswertes. Im Herbst schaffte es die Weihnachtsbeleuchtung beinahe, zum Thema zu werden, doch irgendwie verpuffte dieses Unmuts-Lüftchen relativ schnell wieder.
Und dann der Paukenschlag: Affoltern am Albis kündigt den Vertrag mit der Spitex!
Diese Nachricht erschütterte das Säuliamt nachhaltig. Eine Handlung mit weitreichender Wirkung und unabsehbaren Konsequenzen, einfach mal so auf den Tisch geknallt!
Und natürlich die Gelegenheit für die restlichen Säuliämtler Gemeinden, sich einmal mehr über die Affoltemer Un-Solidärität zu beklagen. Sich zu beklagen ist ja bekanntlich einiges einfacher, als darüber nachzudenken, wie es soweit kommen konnte. Und ob das Wort Solidarität nicht auch eine gegenseitige Angelegenheit ist…

Jahresabschluss

Jedenfalls gab es den Gemeindeoberhäuptern in der letzten Ausgabe des Anzeigers ausgiebig Gelegenheit, Unverständnis zu markieren und den „mei, mei“-Finger zu zeigen. Wenn es darum ging, waren die restlichen Säuliämtler Gemeinden schon immer solidarisch!
Und was ich in der letzten Anzeiger-Ausgabe ebenfalls typisch fand, war der Satz „Ich wünsche mir, …“. Natürlich kann man jetzt sagen, dass dieser Satz in einer Jahresend-Ausgabe normal sei.
Ist er nicht!
Er ist typisch für unsere aktuelle Gesellschaft mit ihrem unsäglichen Konsumdenken!
In einer gesunden Gesellschaft heisst der Satz „Ich trage dazu bei, …“!

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch in ein friedvolles und in allen Belangen erfüllendes neues Jahr 2019!

3. Dezemberwoche 2018

Sprachlos

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sprachlo
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pssssst

W. Kreiner

Spitex I

Der Beitrag von letzter Woche fehlt. Wieso?
Ich hatte meine Sprachlosigkeit noch nicht überwunden. Die Gemeindeversammlung Anfang Dezember war ganz grosses Theater und ein Schulbeispiel von Ignoranz und Artenschutz.
Was war passiert?
Die Stadt Affoltern am Albis hat den Vertrag mit der Spitex gekündigt. Aus heiterem Himmel! So kam es wenigstens bei der Spitex und den Stimmbürgern an, auch bei mir. Kommunikation war noch nie die Stärke des alten Gemeinderates und ist sie offenbar auch nicht des neuen Stadtrates.
Was mich jedoch völlig sprachlos machte, war die Tatsache, dass die üblichen Exponenten der EVP, der SP und der Grünen (also der vereinigten Linken) sich vornehm zurückhielten mit ihren üblichen, scharfen Kommentaren. Die Leute, die sich sonst über jeden Hühnerdreck an der Gemeindeversammlung lautstark ereifern können, waren nicht zu hören!
Weshalb?
Der Hauptverantwortliche, der dafür sorgte, dass es überhaupt so weit kommen konnte, war einer der ihren! Soviel zum Thema Sachpolitik!

Spitex II

Ich sass an dieser denkwürdigen Gemeindeversammlung auf der Empore, weil meine Partnerin nicht stimmberechtigt ist, und diese Nichtstimmbrechtigten eben auf der Empore Platz nehmen mussten. Und schliesslich gingen wir zusammen an die Gemeindeversammlung.
Dass ich dadurch mein Stimmrecht verlor, finde ich nach wie vor bedenklich…
Noch viel bedenklicher fand ich jedoch, was ich auf der Empore mitbekam. Da sassen einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitex. Das ist grundsätzlich lobenswert, schliesslich war die Spitex an diesem Abend ja DAS Thema. Wirklich nachdenklich stimmten mich jedoch die Reaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Unversöhnlichkeit war beinahe körperlich spürbar. Auch das machte mich sprachlos!
Ich kann die Menschen verstehen. Hatte doch der verantwortliche Ressortvorstand das Budget mit dem geplanten Defizit angenommen! Und jetzt wird der Vertrag gekündigt mit der Begründung, man sei nicht mehr bereit, ein Defizit zu übernehmen? Dass das nur schwer bis gar nicht nachzuvollziehen ist, kann ich gut verstehen.
Nicht verstehen könnte ich jedoch, wenn die Spitex im Stile frühkindlichen Verhaltens alles unternehmen würde, um das Projekt der Stadt mit allen Mitteln zu erschweren. Oder steht das Wohl der Pflegebedürftigen nur dann an erster Stelle, wenn man sie selber betreuen darf und der Ertrag dafür in den eigenen Sack fliesst?

Knatsch mit dem Sozialdienst

Der Anzeiger weiss, wie man Stimmung macht. Zumindest für mich wirkt der Bericht über den Knatsch mit dem Sozialdienst eher tendenziös. Wenn Sie Ihrem Gärtner den Auftrag für die Pflege ihres Gartens entziehen und dieser trotzdem weitermacht und Ihnen dafür Rechnung stellt, was machen Sie dann? Und einen neuen Gärtner haben Sie auch engagiert, und der kostet auch. Wie fänden Sie das?
Ebenfalls interessant finde ich, dass KESB-Entscheidungen vom Obergericht umgestossen werden „…wenn die betroffenen Schutzinteressen der betroffenen Person bei der Auflösung des Mandatsverhältnisses verletzt würden“. Was auch immer man sich darunter vorzustellen hat… Im umgekehrten Sinn bedeutet das also, dass der verantwortiche Beistand seine Stelle nicht wechseln darf, ebenso darf er nicht für längere Zeit krank werden und schon gar nicht darf er vor dem Verbeiständeten sterben. All das hätte ja einen Einfluss auf die Betreuung, also auf das Mandatsverhältnis.

1. Dezemberwoche 2018

Chlausmärt II

Im Affoltemer Anzeiger war bei der Berichterstattung zum Chlausmärt folgender Satz zu lesen:

Die Vielfalt der Marktstände an der oberen Bahnhofstrasse bewies auch die Anwesenheit aller massgebenden politischen Parteien.

Das Wort „massgebend“ stimmte mich etwas nachdenklich… Bei meinem Bummel durch den Chlausmärt sah ich die EVP, die EDU, die SP, die Grünliberalen, die SVP.
Kann es sein, dass ausgerechnet die Partei von Alt-Bundesrat Burkhalter die von ihm geäusserte, alte Weisheit einfach ignoriert? Oder ist sie nicht mehr massgebend?

Spitex

Auch bei diesem Thema trifft wohl Didier Burkhalters Aussage durchaus zu!

5. Novemberwoche 2018

Chlausmärt

Einmal mehr war der Chlausmärt von Affoltern am Albis ein voller Erfolg. Allerdings kann ich nur eine Hälfte beurteilen, nämlich den Nachmittag.
Als total unsportlicher Mensch habe ich den ersten Teil mit dem Chlauslauf verpasst. Obwohl gerade der verantwortlich ist, dass der Chlausmärt zu so einem unüblich frühen Zeitpunkt stattfand. Und so soll es angeblich auch bleiben.
Jä nu, gschäch nüt schlimmers!
In den Läden ist die Samichlaus- und Weihnachtszeit ja schon länger ausgebrochen, dann dürfen wir sicher auch unseren Chlausmärt etwas vorziehen… 😉

Gastronomie am Chlausmärt

Auch dieses Mal hat sich gezeigt, dass die Affoltemer Vereine das gesellige Zusammensein durchaus zu pflegen wissen. Auf jeden Fall kam kein Gluscht zu kurz – egal ob süss, sauer, vom Grill oder als geschmolzener Käse – das Angebot war riesig.
Mein persönlicher Favorit ist seit Jahren das sensationelle Schnitzelbrot vom Weingarten-BBQ-Team. Ein kulinarisches Schmankerl, serviert von einem top aufgestellten, freundlichen, herzlichen Team – einfach Spitze! Ganz herzlichen Dank!

Ironie am Chlausmärt

Affoltern am Albis ist ja nicht gerade mit Attraktionen gesegnet. Schon gar nicht mit solchen, die im Frühling, Sommer und Herbst die Leute in unsere Stadt bringen.
Eine der wenigen dieser Attraktionen (neben dem Schwimmbad Stigeli 😉 ) war die Short Game World. Da konnte jedermann nach Herzenslust Golf spielen. Für die weniger Talentierten gab es Fussball-Golf und Frisbee-Golf. Wer das einmal ausprobiert hat, kann bestätigen, dass dabei unterhaltsame und lustige Runden stattfinden konnten.
Die stürmischen Zeiten 2018 (ja, auch beim Wetter gab es solche) brachten die Betreiber aber an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten. Unterstützung gab es auch keine, und so kam es, wie es kommen musste – die Anlage wird geschlossen, die AG liquidiert. 🙁
Ob die EVP am Chlausmärt mit ihrem Kunstrasengolf auf diese verpasste Chance hinweisen wollte? Wohl kaum!

4. Novemberwoche 2018

Schweiz – EU: Ein hochspannender Abend

Der Montagabend im Kasinosaal Affoltern am Albis war ein richtiger Leckerbissen. Es ist einfach herrlich, wenn sich zwei hochintelligente, grundverschiedene Menschen „streiten“.
Und Staatssekretär Roberto Balzaretti, früherer Schweizer Botschafter in Brüssel und jetzt Schweizer Chefunterhändler, sowie Christoph Blocher, Alt-Bundesrat und Unternehmer, sind zwei hochintelligente Menschen. Aber wirklich grundverschieden, auch wenn sie beide doktorierte Juristen sind.
Das Thema ist ja wirklich brisant! Wer immer noch nicht wusste, wie er bei der Selbsbestimmungsinitiative abstimmen soll, der wusste es wohl auch nachher nicht. Beide Seiten hatten gute, einleuchtende Argumente. Da ist es dann die Frage der persönlichen Gewichtung und der Liebe zur Schweiz, was man auf den Stimmzettel schreibt.
Was ich von diesem Abend, der wirklich beeindruckend war, auch noch mitgenommen habe, ist die Bezeichnung „Ausgleichsmassnahmen“!
Das tönt doch gleich viel harmloser als Sanktionen oder Strafmassnahmen… 😉

3. Novemberwoche 2018

Bild geklaut von der Seite saeuligugger.ch 😉

11.11., 11 Uhr 11

Wenn das mit dem Glück vom Tüchtigen stimmt, dann müssen die Säuligugger dieses Jahr besonders tüchtig gewesen sein. Wieso?
Weil genau auf ihr Eröffnungskonzert auf dem Marktplatz das Wetter von Regen auf Sonne wechselte.
Mögen sie dieses Glück weiterhin auf ihrer Seite haben! 🙂